Zwei Staatsexamina, Jahre der Praxis, unzählige Fälle gemeistert und jetzt Künstliche Intelligenz bei der Bearbeitung? - Ja! Wer gelernt hat, einen Sachverhalt präzise zu erfassen und Anweisungen unmissverständlich zu formulieren, verfügt über die wichtigsten Fähigkeit für die erfolgreiche Arbeit mit KI.
Künstliche Intelligenz verändert den Kanzleialltag und die Mandatsbearbeitung in einer zuvor nicht dagewesenen Geschwindigkeit. Mandanten erwarten kürzere Antwortzeiten, viele Kolleginnen und Kollegen arbeiten bereits mit KI und seit Februar 2025 verpflichtet Art. 4 KI-Verordnung Kanzleien, die KI einsetzen, die KI-Kompetenz ihrer Angestellten durch Fortbildungen sicherzustellen.
In 60 Minuten zeigt Rechtsanwalt Patrick Baumfalk live anhand von Praxisbeispielen, was KI in der Kanzlei heute bereits leistet: Akten auswerten, Mandantenkorrespondenz vorbereiten, Schriftsätze entwerfen. Im Fokus stehen bekannte KI-Programme: Claude von Anthropic, das längst mehr ist als ein Chatfenster und Aufgaben in Dokumenten und Programmen eigenständig erledigt; ChatGPT mit dem neuen Modell GPT-6 Astra; und Multimodell-Anbieter wie anymize, die GPT, Claude, Gemini und weitere Modelle unter einer Oberfläche bündeln und Mandantendaten vor der Verarbeitung automatisch anonymisieren.
Mit Claude Code bauen Juristinnen und Juristen heute bereits eigene Kanzlei-Werkzeuge, ohne selbst zuvor die Programmiersprache gelernt zu haben: Fristenrechner, Aktenauswertungen, Automatisierungen für den Posteingang. Ein Live-Einblick zeigt das Vorgehen.
Ebenso behandelt die Veranstaltung die Grenzen der KI: Wann erfindet KI Urteile, und wie kann man sog. Halluzinationen erkennen? Wie bleibt das Mandatsgeheimnis nach § 43a Abs. 2 BRAO und § 203 StGB gewahrt? Was verlangen § 43e BRAO und die DSGVO, wenn externe KI-Dienste eingebunden werden?
Diese Kennenlernveranstaltung bildet den Auftakt unserer neuen KI-Seminarreihe. In zwei weiteren Veranstaltungsblöcken erhalten Sie weitere Einblicke und Handlungsempfehlungen für die anwaltliche Arbeit mit KI.